Beste Platzierungen der Ingolstädter Fechter auf dem Meider-Vielwerth-Turnier

Das größte Fechtereignis in der Region, das Meider-Vielwerth-Turnier, war heuer wieder der Treffpunkt vieler Ranglisten-Fechter aus ganz Bayern. Aber auch aus Österreich, Malta , Italien und China waren Sportfechter angereist, die in den Waffengattungen Florett, Degen und Säbel antraten.

Mit drei Final-Plätzen haben sich die Ingolstädter Degenfechter als besonders erfolgreiche Gruppe hervorgetan : Frank Baedeker ( TV 1861) wurde Zweiter, Michael Schölß ( TV 1861 ) Fünfter undStefan Koppenhofer ( MTV ) Achter. Sie haben sich unter 54 Teilnehmern mit Bravour bis ins Finale gekämpft und auch Florian Gottschall war mit seinem 13. Rang knapp von der Runde der letzten Acht entfernt. Ingo Lowack vom TV 1861, der fünfte Degenfechter, konnte mit seinem 31. Platz leider nicht in das vordere Teilnehmer-Feld vordringen, was aber die gute Gesamtleistung der Ingolstädter nicht schmälern sollte.

Als herausragender Degenfechter trat in diesem Turnier Frank Baedeker, der erfolgreichste Fechter des TV Ingolstadt auf, der mit seinem präzisen und schnellen Fechtaktionen die Gegner weitgehend beherrschte. Nach seinen gewonnenen KO-Gefechten traf er im Final-Kampf auf Guido Quanz vom USC München. Hier standen sich zwei gleichwertige Gegner gegenüber . Im ersten Abschnitt erkämpfte sich Frank Baedeker leichte Vorteile, doch im Verlauf des letzten Drittels veränderte Quanz seine Taktik und konnte am Ende den Gesamtsieg sicher stellen. Mit der gewonnenen Silbermedaille hat sich Frank Baedeker bestens belohnt.

Für eine Überraschung im Turnier sorgte der Senior des TV 1861, Michael Schölß, der sich ganz kurzfristig für eine Turnierteilnahme entschieden hatte. Schon in der Vorrunde zeigte er, dass er an Erfahrung und Technik auch den „Youngstern“ Paroli bieten konnte. Ohne Niederlage erreichte er über den vierten Platz im Gesamt-Klassement der 54 Teilnehmer ein Freilos und damit die 32-iger KO-Runde. Durch einen Sieg über   Roland Robic   aus Graz und einen knappen Sieg über seinen Vereinskameraden Florian Gottschall traf er dann im Achtelfinale auf den späteren Gesamt-Sieger Guido Quanz, der ihm die einzige Niederlage im Turnier beibrachte. So erreichte Michael Schölß den 5. Platz, ein hervorragendes Ergebnis für ihn.

Stefan Koppenhofer vom MTV Ingolstadt, hatte sich ebenfalls bravourös durch Siege über Talan (Augsburg) und Ettengruber (Oberammergau) bis ins Achtel-Finale vorgekämpft, verlor dann im Viertelfinale gegen Philipp Weigert (MTV München) und erreichte so den 8. Platz im Finale .

Im Damen-Degen starteten Natalia Hübert und Helena Lowack für den TV Ingolstadt. Helena Lowack, der amtierenden Bayerischen Meisterin des TV Ingolstadt gelang es nach guten Vorrunden- Gefechten diesmal leider nicht, ins Finale vorzudringen. Schon in der 2. KO – Runde traf sie auf ihre Erz-Rivalin Anna-Lea Ulm vom MTV München, der späteren Zweiten, der sie sich knapp mit 15 : 14 beugen musste. Mit dem so erreichten 10.Platz war Helena doch sehr enttäuscht.

Auch Natalia Hübert war nicht vom Glück verfolgt. Sie gewann zwar drei Gefechte in ihrer Vorrunde, scheiterte dann aber im 1. KO recht unglücklich mit 8:9 an ihrer Gegnerin vom USC München, da sie irrtümlich glaubte, noch ein Gefechts-drittel vor sich zu haben,um den Punktestand weiter zu verbessern. So erreichte sie ein recht frühes Aus und den 18. Platz.

Im Damen-Florett-Wettbewerb am nächsten Tag begab sich Helena Lowack mit vollem Elan und ihrer großen Erfahrung wieder in den Wettkampf .Obwohl das Florett nicht zu ihrer Spezialdisziplin gehört, konnte sie sich doch mit ihrer Schnelligkeit und souveränen Klingentechnik bis ins Achtelfinale vorkämpfen. Gegen Erika Mai, der späteren Siegerin mußte sie sich zwar geschlagen geben, aber der erreichte 7. Platz stellte sie am Ende hoch zufrieden.

Im Herrenflorett gelang es Florian Gottschall nicht in die KO-Runden vorzudringen und er kam auf Rang 33. Er war hier leider nicht so erfolgreich wie im Degenwettbeweb, wo er knapp den Einzug ins 8-ter Finale verfehlte und den beachtlichen 13. Rang erfocht.

Dieter Mantzel vom TV 61 hatte mit 3 Siegen in der Vorrunde einen guten Auftakt, unterlag im KO mit 9:15 seinem Gegner Oliver Droege und wurde 26.

Im Säbel-Fechten trat der kuriose Fall ein, dass neben 10 männlichen Teilnehmern nur eine weibliche Fechterin gemeldet war, die so bei den Herren mit- fechten konnte. Damit war der erste Platz für Dorothea Tanzmeister vom ASC Wien im Damensäbel sicher.

In der Abrechnung bei den Herren siegte Luo Liwei aus China vor Thorsten Brandt vom TSV Grünwald . Einen tollen 3. Platz erkämpfte sich Jonas Heberling vom TV 1861 Ingolstadt, der sich über den KO-Sieg über Sven Kühnel (FC Nürnberg ) ins Viertel-Finale vorgekämpft hatte.

So haben sich die TV Fechter auf ihrem Turnier insgesamt gut geschlagen, wenn auch in der ein-oder anderen Waffe etwas mehr möglich gewesen wäre. Immerhin haben sie in der Gesamtabrechnung der Platzierungen den Viertbesten Verein in Bayern gestellt.

 

Zweimal Gold und einmal Bronze für TV-Degenfechter bei der Bayerischen
Schweinfurt.

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Zweimal Gold und einmal Bronze für TV-Degenfechter bei der Bayerischen
Schweinfurt.
Besser hätte die Bayerische Meisterschaft im Degenfechten für die Fechter des TV 1861 Ingolstadt kaum laufen können: Helena Lowack und Konrad Merk holen Gold, Tim Heeschen Bronze.

Bei den Schülern war Konrad Merk in der Vorrunde zunächst nicht so präsent, der Abschluss fehlte ein ums andere Mal, so dass er nur knapp in die Direktausscheidung gelangte. Dort bewies er jedoch umso mehr Nervenstärke, als es darauf ankam.

Diese demonstrierte der TV-Fechter im Halbfinalgefecht gegen den Topgesetzten Till Bausch (TV Augsburg), wo er nach ausgeglichenem Gefecht mit wechselnder Führung innerhalb der regulären Kampfzeit mit 10:9 Treffern gewann.

Ebenso knapp wurde es im Finalgefecht gegen den an Position 3 gesetzten Dennis Plischke (TV Augsburg). Dort belauerten sich beide Gegner mit gehörigem Respekt und verhielten sich sehr defensiv, so dass es bei regulärem Zeitablauf nach zwei mal 3 Minuten nur 1:1 stand. Plischke erhielt den Losvorteil, so dass nach Ablauf einer weiteren Minute Kampfzeit ohne Einzeltreffer dieser zum Sieger erklärt worden wäre. Dazu kam es jedoch nicht, da Merk nach nur wenigen Sekunden mit beherztem Angriff den Siegtreffer setzte und nach einem Meistertitel im Jahr 2015 und einer Silbermedaille in 2016 abermals Gold gewann.

In der B-Jugend wirkte Tim Heeschen in der Vorrunde ebenfalls etwas gehemmt und war mit Position 5 nur mäßig gut gesetzt.

In der Direktausscheidung änderte sich dies jedoch. Im Viertelfinale gegen Jacob Kohler (TV Augsburg) fand der Ingolstädter immer besser in den Wettkampf und siegte am Ende verdient mit 10:7.

Anschließend unterlag Heeschen dem topgesetzten späteren Meister Theo Suchert (TV Augsburg) mit 4:10.

Das konnte jedoch die Freude über die errungene Bronzemedaille nur wenig trüben.

Bei den Aktiven gelang Helena Lowack die Titelverteidigung. Nach der Vorrunde setzte sie sich in der Direktausscheidung mit 15:9 gegen Franziska Geist (TSV Neu-Ulm) und 15:7 gegen Michaela Dietrich (TV Augsburg) durch. Spannend wurde die Halbfinalbegegnung gegen die Bayerische Meisterin des Jahres 2013, Anna-Lea Ulm (MTV München). Lowacks Gegnerin agierte überwiegend defensiv, blieb dabei aber stets gefährlich und wusste mit kräftigen Klingenaktionen ebenso zu überzeugen wie mit plötzlichen Angriffen. Die Ingolstädterin suchte jedoch die Herausforderung, drängte nach vorne, setzte saubere Defensivtreffer auf die Hand und durchbrach ein ums andere Mal mit dynamischen Ausfallattacken die Deckung Ulms. Da beide Kontrahentinnen sich nichts schenkten, stand es bei Zeitablauf 12:12. Trotz Losvorteils in der Verlängerung suchte Lowack erneut die Offensive und traf mit blitzartigem Ausfall zum 13:12-Sieg.

Im Finalgefecht stand Lowack die Bayerische Meisterin des Jahres 2015 gegenüber, Denise Brachert (TV Augsburg). Nach einem frühen Treffer zum 1:0 geriet Lowack mit 1:4 in Rückstand. Danach stellte sich die TV-Fechterin besser auf Ihre Dauerrivalin ein, parierte die langen, schnellen Ausfallangriffe Bracherts, blieb im Nahkampf hartnäckig und konnte einen Vorsprung herausarbeiten. Als die Augsburgerin gegen Ende auf 12:13 verkürzen konnte, schien sich das Blatt nochmals zu wenden. Lowack mobilisierte alle Kräfte, konzentrierte sich und gewann mit 15:12. Damit holte die Ingolstädterin zum dritten Mal nach den Jahren 2014 und 2016 den Meistertitel.

In den weiteren Wettbewerben blieben Sensationen aus, Pech hatte insbesondere TV-Fechter Frank Baedeker bei den Aktiven. Dieser war nach tadelloser Vorrunde an Position 1 gesetzt. Nach mühelosem Einzug unter die letzten 16 stand ihm dort bereits der spätere Dritte Jan Talan (TV Augsburg) gegenüber. Gegen das große, schnelle Nachwuchstalent  hatte der Ingolstädter am Ende mit 11:15 das Nachsehen, so dass er sich mit Platz 9 begnügen musste.

Ähnlich erging es Stefan Koppenhofer (MTV Ingolstadt), der nach guter Vorrunde an Position 4 gesetzt war, jedoch ebenfalls in der Runde der letzten 16 Harald Rusch (MTV München) mit 10:15 unterlag. Platz 11 war das Ergebnis.

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